Federführendes Amt

Geförderte Projekte aus dem Aktions- und Initiativfonds und aus dem Jugendfonds 2015

 

Aktions- und Initiativfonds:

Paintballspiel mit Jugendlichen für die Demokratie

 (Ahlener Bildungs-Centrum e.V.)

Paintball-Spielen für die Demokratie? Das hört sich doch erst sehr ungewöhnlich an, doch in diesem spaßvollen Projekt ging es nicht nur darum, Paintball zu spielen, sondern ein Austausch zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund nach dem Spielen durch Workshops zu ermöglichen. Auf unterhaltsame Weise wurde das „Wir-Gefühl“ der Teilnehmer gestärkt. Die Jugendlichen aus unterschiedlichen Herkunftsmilieus haben die kulturelle Vielfalt in der Gruppe anerkannt und jeden Teilnehmer persönlich mit seiner einzigartigen Identität kennengelernt. Vorurteile sollten durch den intensiven Austausch abgebaut werden. Gemeinsam entwickelten sie ein Wir-Gefühl, jeder brachte sich mit seinen Stärken in das Team ein und konnte sich auf seine Teammitglieder verlassen. In einem theoretischen Teil erarbeiteten die Jugendlichen, was Demokratie bedeutet und warum diese für ein Zusammenleben so wichtig ist


Willkommen vom Balkan           

(Innosozial gGmbH)

In diesem Projekt wurde die Begegnung von Menschen aus den Balkanländern und Ahlener und Ahlenerinnen ermöglicht. Der „Herzlich-Willkommen“ Flyer wurde in deutscher, albanischer, serbischer und bulgarischer Sprache gedruckt und verteilt. Im Bürgerzentrum Schuhfabrik fand zum Jahresende das Balkanfest statt, an dem 78 Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen teilnahmen und Speisen aus südeuropäischen Ländern serviert wurden. Ziel war es, durch den Austausch zwischen den einzelnen Kulturen bestehende Vorurteile gegenüber Zugewanderten aus Südosteuropa abzubauen sowie das Engagement für Menschen aus Balkanländern zu fördern.


Aktives Coaching in Diversity

(Ahlener Industrie- und Wirtschaftsclub e.V.)

Vielfalt und Diversity im Unternehmen bewusst machen, interkulturelles Management im Unternehmensalltag, Erkennen von Chancen durch Diversity Management sowie die Schärfung der Marke „Ahlener Kultur“ sind nur wenige Ziele, die sich das Projekt gesetzt hat.


Erinnerungskultur – Stolpersteinrundgang Ahlen /  Exkursion zur ehem. Synagoge Drensteinfurt

(Städtisches Gymnasium Ahlen)        

Schüler und Schülerinnen der Oberstufe und die Schülervertretung des Städtischen Gymnasiums lernten mit Hilfe einer Führung durch Manfred Kehr das europäische Kunstprojekt Stolpersteine kennen. Sie erhielten unter anderem Informationen über das jüdische Alltagsleben in einer westfälischen Kleinstadt wie Ahlen. Die Schüler und Schülerinnen aus dem Leistungskurs „Geschichte“ befassten sich zudem mit Themen rund um Antisemitismus und der Entstehung von Stereotypen. Sie betrachteten die Ursachen und Wirkungen der Reichspogromnacht. Mithilfe der Stolpersteinführung und des Workshops unter der Anleitung der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor sollten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen antisemitische Vorurteile und ihre Entstehung erkennen sowie Grundzüge des religiösen Lebens im Judentum kennenlernen.


MIGRANTAS. Eine visuelle Sprache der Migration für Ahlen

(Kunstmuseum Ahlen)

In diesem künstlerischen Projekt kooperierte das Kunstmuseum Ahlen mit den Teilnehmerinnen des Internationalen Frauenfrühstücks. Die Teilnehmerinnen gewannen Kenntnisse über die Ursachen von Migration sowie über die Lebenssituation von MigrantInnen kennen. Gemeinsam nähten sie Piktogramme zum Thema Migration, Transkulturalität und Identität auf Stofftaschen auf und präsentierten diese in der Öffentlichkeit. In einem zweiten Teil wählten die Teilnehmerinnen zwei Piktogramme, die sie für sich am ansprechendsten fanden, und begründeten ihre Wahl mit persönlichen Erfahrungsberichten. Die drei meistgewählten Piktogramme wurden zudem auf DIN A0 Plakate gedruckt und an befahrenen Straßen am internationalen Tag der Migranten am 18.12.2015 aufgestellt.


Auf dem Weg zur Weltethosschule

(Fritz-Winter-Gesamtschule)

Allen Klassen sowie der Eltern- als auch Lehrerschaft der Fritz-Winter-Gesamtschule wurde durch Informations- und Diskussionsrunden ein Einblick in das Weltethos-Thema ermöglicht. Die Schüler und Schülerinnen wurden für einen respektvollen Umgang miteinander und gemeinsam für ein Ethos, Prinzip der Menschlichkeit, zu stehen sensibilisiert. Hierzu sind ihnen „die vier unverrückbaren Weisungen“ vermittelt worden: Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit, Partnerschaft und Gleichberechtigung von Mann und Frau. Ziel war es, diese Werte im Schulalltag zu verankern und zu leben.


Jugendforum:

Core for Care – Benefizkonzert

(Bürgerzentrum Schuhfabrik e.V.)

Durch ein „Core for Care“ Benefizkonzert wurden Spenden eingenommen werden, um Medien für die Notunterkunft anzuschaffen. Außerdem sollte die Aufmerksamkeit für die aktuelle Situation von geflüchteten Menschen gewonnen und eine Willkommenskultur gefördert werden, in der geflüchtete Menschen wertgeschätzt und Bedingungen für eine gelungene Integration geschaffen werden. Vier Bands spielten unentgeltlich, und 120 vorwiegend junge Menschen besuchten das Konzert.


„Ich bin kein Rassist, aber …“

(Bürgerzentrum Schuhfabrik e.V.)

Durchführung einer Plakat- und Postkartenaktion zum Themenfeld „Vorurteile“. Die Plakate wurden an stark frequentierten Orten wie zum Beispiel dem Bahnhof oder der Innenstadt aufgehängt. Die Postkarten wurden an öffentlichen Institutionen wie Schulen verteilt. Selbst Universitäten sind auf die Aktion aufmerksam geworden und zeigten ebenfalls ihr Interesse an den Postkarten. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollten durch die Aktion auf antidemokratische Vorurteile aufmerksam gemacht werden und ein Verständnis entwickeln, auf welchen falschen Annahmen diese Vorteile beruhen und wie in einer offenen Diskussionskultur Vorurteile geschwächt werden können. Die Ahlener und Ahlenerinnen sollten für demokratiefeindliche Parolen sensibilisiert werden. Postkarten Exemplare sind bei Theo Heming und Lisa Kalendruschat erhältlich.

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Geförderte Projekte aus dem Aktions- und Initiativfonds und aus dem Jugendfonds 2016

 

Aktions- und Initiativfonds:

 

Armutsbekämpfung durch digitale Teilhabe

(Verein Alter und Soziales e.V.)

Die Eltern des Rucksackprojekts erlernten den Umgang mit Neuen Medien  durch zehn Unterrichtseinheiten in den Schulen ihrer Kinder. Dadurch sollte ihnen digitale Teilhabe ermöglicht werden. Die Kompetenz im Umgang mit neuen Medien ist in der heutigen Zeit beispielsweise bei der Arbeitssuche unverzichtbar. Die Schule wurde dabei explizit als Ort der Bildungsreihe ausgewählt, um ein positives Bild der Institution zu schaffen, an dem Chancen und Teilhabe in die Gesellschaft ermöglicht werden. Zudem wurde über Demokratie und Demokratieverständnisse der Teilnehmer und Teilnehmerinnen gesprochen.


„Dein Augenblick – Ahlener Geschichten“

(Die Zweite Seite gGmbH)

Der komödiantische Dokumentarfilm von der Zweiten Seite gGmbH thematisierte unter anderem Erfahrungen in Bezug auf Rassismus der Einwohner und Einwohnerinnen der Stadt Ahlen. Durch das Medium des Films wurden die Darsteller und Darstellerinnen, vor allem Jugendliche aus bildungsfernen Milieus, angeregt, sich mit ihrer eigenen Person und dem Fremden auseinanderzusetzen und die Verschiedenartigkeit der anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen anzuerkennen. Gemeinsam zielte das Projekt darauf ab, eine gemeinsame Verantwortung für den Erfolg des Films zu tragen.


Demokratieerziehung im zeitgenössischen Kontext von Judentum und Islam

(Gymnasium St. Michael Ahlen)

Die TeilnehmerInnen und Teilnehmer besuchten im ersten Teil des Projekts ausgewählte Ahlener Stätten jüdischen Lebens und ausgewählte Wohnorte jüdischer Naziopfer. So wurde die ehemalige jüdische Schule in der Klosterschule oder das Kaufmannswohnhaus im Kühl besucht. Im zweiten Teil fuhren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen in die Synagoge nach Drensteinfurt, um dort unter Anleitung der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor, Einblicke in die jüdische Religion zu gewinnen. Durch die beiden Teile sollten sie erkennen, dass der Islam und das Judentum religiös und philosophisch eng miteinander verwandt sind, um so gegenseitige Vorurteile ab- und Toleranz für die Religionen aufbauen zu können.


 Integration durch Sport (für Migranten und Flüchtlinge)

(Förderverein für Flüchtlinge Ahlen e.V.)

Dieses Projekt stellte ein angeleitetes Trainingsprogramm für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund in den Disziplinen Fußball, Volleyball, Beachvolleyball dar. Ziel war die Teilnahme am 4. Industrie-Cup in Ahlen. Durch den Sport sollten die verschiedenen Gruppen miteinander in den Kontakt kommen, um so Vorurteile abbauen zu können. Außerdem setzten sich sie sich in einer theoretischen Einheit damit auseinander, was Demokratie bedeutet und warum das "Leben" von demokratischen Werten für ein friedliches Zusammenleben unverzichtbar ist. Anhand der Erahrungen, die die Teilnehmer im Team machten, sollte diese Wichtigkeit der Einhaltung von Regeln veranschaulicht werden.


Soziales Kompetenztraining – Fit im Umgang mit Diskriminierung

(Lunch Club)

Thematisiert wurden in dem geförderten Kompetenztraining die Diskriminierung in sozialen Netzwerken – Wie kann Diskriminierung vermieden werden? Wie erkennt man diese, und was kann dagegen getan werden? Den Kindern wurden Handlungskompetenzen vermittelt, wie sie sich sicher in den sozialen Medien bewegen und diese am besten für sich nutzen können. Aber auch Eltern und Mitarbeitende des Lunchs Clubs wurden im Umgang mit sozialen Netzwerken geschult, um Kindern bei der kompetenten Mediennutzung beratend zur Seite zu stehen. Das Projekt zielte darauf ab, sich auch im Netz für demokratische Werte stark zu machen.


Starke Frauen – starke Gesellschaft

(Familienbildungsstätte Ahlen)

In dieser Workshopreihe fand eine Sensibilisierung für alle Formen der Gewalt gegen Frauen mit und ohne Migrationshintergrund statt. Die Frauen wurden bei der Entwicklung individueller Verteidigungsstrategien unterstützt. Ziel stellte der Abbau von Ängsten und die Förderung des weiblichen Selbstbewusstseins dar („Nein heißt Nein“).


Jugendforum:

Mädchenpower – gewusst wie …

(Lunch Club)

Die Mädchen bis zum Alter von 14 Jahren erlernten in diesem Kompetenztraining, Geschlechterdiskriminierung zu erkennen und diese zu thematisieren. Unter professioneller Anleitung einer Referentin wurden gemeinsam Verhaltensstrategien in peinlichen, unangenehmen und bedrohlichen Situationen entwickelt und so Handlungskompetenzen vermittelt, in schwierigen Situationen für eigene Bedürfnisse, Wünsche etc. einzustehen.


Rock gegen Rechts

(Schülervertretung des Städtischen Gymnasiums)

Durchgeführt und organisiert wurde ein Rockkonzert „gegen Rechts“ mit der Schulband des Städtischen Gymnasiums und weiteren Bands aus Ahlen. Das Konzert setzte ein gemeinsames Zeichen gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung.

Geförderte Projekte aus dem Aktions- und Initiativfonds und dem Jugendfonds 2017

 

Aktions- und Initiativfonds:

 

 Reli-Rallye – die interreligiöse und interkulturelle Stadttour für Schulen

(Jugendecke Nord Ahlen im Kirchenkreis Hamm)

Die Reli-Rallye geht von den unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten von Jugendlichen aus, die oftmals untereinander wenig bekannt und kommuniziert werden. In dem Besuch der Hammer Religionsstätten Hindu-Tempel Hamm-Uentrop, einer Moschee und der Jugendkirche sollten die verschiedenen Religionen in der Umgebung Ahlens vorgestellt werden. Gleichzeitig wurden durch die Begehung des Ortes und die Begegnung mit den Gläubigen Hintergründe vermittelt, die über eine Auseinandersetzung im Klassenraum hinausgingen. In der Aufarbeitung der gesammelten Eindrücke und der gemeinsamen Auswertung wurde nicht nur interkulturelle Kompetenz ausgebaut, sondern auch das eigene religiöse Profil reflektiert, um es in einem demokratischen Miteinander zu fördern, weiterzuentwickeln und zu festigen.


Starke Frauen – starke Demokratie

(Familienbildungsstätte Ahlen in Kooperation mit dem Internationalen Frauenfrühstück Ahlen)

Anders Sein aushalten. Seine Meinungen äußern. Sich nicht nur Vorrednern anschließen, auch wenn man damit von der herrschenden Meinung abweicht. Andere Ansichten zulassen. Fair erwidern. Nicht die eigene Meinung mit allen Mitteln durchsetzen wollen. Sich trauen mitzureden. Unsicherheiten beheben durch Faktencheck. Für den Fall der Fälle, sich auch körperlich verteidigen und wehren können. Das Projekt bestand aus fünf Bausteinen: Gewaltfreie Kommunikation, Umgang mit Kritik, Mediation bei Konflikten, mitreden können im aktuellen Tagesgeschehen, Stammtisch contra Parolen, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Es wendete sich vorwiegend an die Teilnehmerinnen des Internationalen Frauenfrühstücks.


Schärfen des Bewusstseins für Demokratie: Begegnung mit einem Zeitzeugen zur Geschichte der DDR und zur deutsch-deutschen Politik

(Fritz-Winter-Gesamtschule)

Zentrales Anliegen ist die Schärfung des Bewusstseins für Demokratie, die Sensibilisierung für Werte des demokratischen Miteinanders gewesen. Die Auseinandersetzung mit der politischen Vergangenheit der DDR, dem Staatsapparat und der Vorgehensweise gegen die Bevölkerung sollte in diesem Projekt durch Vorträge, Informationsveranstaltungen und Gesprächsrunden mit dem Zeitzeugen und Referenten Thomas Lukow gefördert werden. Themen hierbei sind Kindheit und Jugend in der DDR – sozialistische Erziehung und Opposition – die Mauer durch Deutschland und Berlin – vom Aufbau bis zum Zusammenbruch – die DDR in Karikatur und Witz, vier Jahrzehnte satirisch aufgearbeitet – das Ministerium für Staatssicherheit, der Repressionsapparat der SED und seine Methoden gewesen. Die Jugendlichen sollten anhand des geschichtlichen Rückblicks ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie wichtig Menschenrechte, Menschenwürde, Grundrechte und Gewaltenteilung für eine funktionierende Demokratie sind.


 Demokratie durch Föderalismus – Die Bedeutung NRWs für die Demokratie

(Arbeiterwohlfahrt UB Hamm – Warendorf)

Die Teilnehmenden sollten die Bedeutung der Landtagswahlen vom 14. Mai für NRW und die Bundesrepublik durch eine Bildungsfahrt nach Düsseldorf erkennen. Sie sollten durch die Geschichte das System des Föderalismus in Deutschland verstehen und somit die demokratische Funktion erkennen und schätzen lernen. Gleichzeitig lernten sie die Geschichte des Landes NRW kennen, entwickelten Interesse für seine Politik und identifizierten sich mit ihm. Durch den Besuch einer Ausstellung wurde zudem das Interesse an der Tätigkeit des Landtages und an der Bedeutung dieser Arbeit für die parlamentarischen Institutionen (Bundesrat) geweckt. Folgende Bausteine wurden in Düsseldorf verwirklicht: Führung im Haus der Parlamentsgeschichte; Besichtigung des Parlamentsgebäudes. Zielgruppe sind Menschen mit und ohne Migrationshintergrund aus Ahlen gewesen.


 Faces and Places – eine filmische Videoinstallation in Farbe und mit Ton als Ausstellung

(Die Zweite Seite gGmbH und Ahlener Kooperationspartner)

50 Einwohner der Stadt aus allen sozialen Milieus und mit verschiedenen kulturellen Hintergründen wurden porträtiert. Jede/r ProtagonistIn war 12 Sekunden im Bild zu sehen, hinzu kam ein bewegtes Bild des Lieblingsortes in der Stadt. In einem Interview entschieden sie sich für drei soziale Rollen, mit denen sie sich identifizierten. Schließlich beantwortete jede/r Teilnehmende die Frage: Wenn du dir etwas wünschen dürftest, das zu schön wäre, um wahr zu sein, was wäre das? Die geschnittenen Tonaufnahmen wurden dem Film untergelegt. Die Wünsche konnten eine private, politische oder gesellschaftliche Dimension haben, verfassungsfeindliche Inhalte und Menschenrechtsverletzungen waren tabu! Die Videoaustellung war im Zeitraum von Dezember bis März auf der Sitzungsetage zu sehen. Weitere Ausstellungsorte sind für 2018 und 2019 geplant.

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Bilder von der Eröffnung der Ausstellung am 12.12.2017


 Mut und Wut – Demokratieerziehung im Lunch Club

(Lunch Club und Partner aus der Ahlener Schul- und Bildungslandschaft)

In der Zeit von September bis November 2017 fand die Reihe Demokratieerziehung im „Lunch Club – Das Restaurant für Kids“ unter dem Motto: „Mut und Wut“ statt. Zu diesem Thema arbeiteten Theaterpädagogen mit einer jüngeren Kindergruppe und einer Jungengruppe jeweils einen Samstagnachmittag spielerisch, eine Wen Do Trainerin bot Szudem elbstbehauptung für Mädchen an und die Ehrenamtlichen wurden zum Thema „Mobbing“ fortgebildet. Der Elternabend im Lunch Club zum Thema: „Mobbing, wie kann ich mein Kind unterstützen“ bildete den Abschluss des Projekts.


 Demokratie leben! in Kindertageseinrichtungen

(Arbeiterwohlfahrt UB Hamm-Warendorf)

Im pädagogischen Betrieb von Kindertageseinrichtungen wird gesellschaftlicher Stimmungswandel sichtbar. Kinder lehnen vermehrt den Kontakt zu Kindern aus anderen Kulturen ab, Eltern und Angehörige bekennen offen, die Förderung ihrer eigenen Kinder leide unter der Zuwanderung. Für die Mitarbeitenden in den KiTas stellt sich angesichts dessen die Frage, wie soll, darf, kann man sich verhalten, wenn der Auftrag zu demokratiebildender Arbeit im Elementarbereich sich an den Regeln von Grundgesetz, Gleichwertigkeitsgeboten und Menschenrechten orientiert. Wie kann eine KiTa sich gesellschaftlichen Erosionsprozessen demokratischer Überzeugungen entgegenstellen. Haltung zeigen, Grenzen ziehen, Kinder bestmöglich fördern – an diesem Postulat orientiert sich das jahresübergreifende Projekt, das aus drei Handlungsschritten besteht: Sensibilisierung der Kita und ihren Mitarbeitenden für ein Engagement für Demokratie, Menschrechte und Teilhabe; deutliches Zeichen setzten in der Erziehung zu Demokratie und Menschenrechten; gemeinsame Verabredung zu Demokratiebildung und Demokratiehaltung mündet in eine „Ahlener Erklärung“. Das Projekt ist ein zentraler Baustein der Partnerschaft für Demokratie und geht bis Ende 2019.


„In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“ – Ausstellungen, Mitmachaktionen, Diskussionen

(Innosozial GgmbH)

Die unterschiedlichen Zuwandererkulturen und Deutschstämmige werden als Zielgruppe angesprochen, um vorhandene Konflikte, die sich in „Vorrechten, Missgunst und Ablehnung“ zeigen, öffentlich zu machen und zu bearbeiten. Dabei ging es nicht nur um Vorbehalte bei Deutschen, sondern auch bei Russlanddeutschen, Türkeistämmigen gegen Flüchtlinge, weil diesen – tatsächlich oder vermeintlich – mehr Unterstützung zuteilwird, z.B. in Sprachkursen und bei der Wohnungssuche. Einige Gruppen erfahren eine mangelnde Wertschätzung ihrer zum Aufbau des Landes erbrachten Leistungen, durch das Vorenthalten des Wahlrechts. Bausteine des Projekts ist unter anderem die entstandende Ausstellung gewesen, in der die Aussagen von BesucherInnen des Kulturfestes Ahlen zeigt Flasse über ihr Verständnis über Demokratie und Integation in einer visuellen Form an verschiedenen Orten in Ahlen dargestellt wurden.


Kulturfest des Städtischen Gymnasiums am 7.7.17 – Wir feiern Vielfalt!

(Städtisches Gymnasium Ahlen)

Das Städtische Gymnasium verfügt über eine heterogene und multikulturell geprägte Schülerschaft und nimmt als solche bereits an Projekten wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und „Schule der Vielfalt“ teil und erhielt eine Auszeichnung als Weltethos-Schule. Ziel des Kulturfestes ist es zum einen gewesen, sich der gemeinsamen Werte der Schulgemeinschaft bewusst zu werden, und zum anderen, alle Klassen und Jahrgangsstufen in die Planung einzubinden. Nicht nur das Kulturfest selbst, auch der Planungsprozess trug durch die partizipative Gestaltung zum Austausch unterschiedlicher Kulturen und zur Stärkung demokratischer Werte bei. Jede Klasse hatte einen Stand zur Verfügung, an dem eigene Weltethos-Projekte vorgestellt oder Speisen aus den unterschiedlichen Kulturkreisen einer Klassengemeinschaft angeboten wurden. Des Weiteren präsentierte eine Bühne lokale Bands und Kulturbeiträge der Schulgemeinschaft und Kooperationspartner.


 

 Jugendforum:

"Bin ich Rechts" - Ein interaktives Klassenzimmertheaterstück zur politischen Bildung

(Vier.D e.V., Verein zur Förderung der darstellenden Künste)

Das Klassenzimmerstück „Bin ich rechts?“ fragt danach, wie politische Haltung und politische Lager entstehen. Das Stück erzählt über die politische Uneindeutigkeit im bunten Parteienspektrum der Bundesrepublik Deutschland. Die Aufführungen mit zwei Theaterpädagogen sind so angelegt, dass sie in einer politischen Wertediskussion enden, die den Schülerinnen und Schülern helfen soll, die eigenen politischen Haltungen zuzuordnen. Das Theaterstück wird vor- und nachbereitet, sodass eine erfolgreiche Auseinandersetzung mit der eigenen politischen Haltung gewährleistet ist. Die Aufführungen finden in der Fritz-Winter Gesamtschule in Ahlen mit den neuten Klassen statt.

Zusätzlich ist eine Begleitmappe zu dem Theaterstück konzipiert worden, die für LehrerInnen verschiedener Schulen zur Verfügung gestellt wurde. Dies ermöglichte auch ohne die Theaterpädagen eine Auseinandersetzung für die SchülerInnen zum Thema politische Bildung.


Spray X - Graffiti für die Demokratie

(Sekundarschule Ahlen)

Interessierte SchülerInnen der Sekundarschule konnten sich 2017 kurz vor den Weihnachtsferien mithilfe des Mediums Graffiti mit dem Thema Demokratie auseinandersetzen. In einem zweitätgigen Wokshop durchgeführt von der RAPschool wurde zunächst am ersten Tag gemeinsam darüber gesprochen, was die Demorkratie ist und was sie den Menschen ermöglicht. Darüber hinaus wurde versucht, diese Bedeutung künstlerisch darzustellen. Am zweiten Tag ging es dann an die Spraydose und die Motive wurden an eine Wand in der Schule gesprayt, wo diese auch für die anderen SchülerInnen zu sehen sind.  

 

Aktions- und Initiativfonds

Der Aktions- und Initiativfonds stellt für Initiativen, Vereine, freie Träger, die auf verschiedensten Feldern aktiv sind, finanzielle Mittel bereit, um die Ziele des Bundesprogramms und der lokalen Partnerschaft für Demokratie in Ahlen zu verwirklichen. Dabei sind unterschiedliche Projekte denkbar: Theaterworkshops, Musikveranstaltungen, Sportturniere, filmische oder künstlerische Darstellungen, interkulturelle Kochabende, partizipativ gestaltete Feste, Bildungsreisen usw. Wesentliches Kriterium ist, dass die Demokratiebildung in Ahlen gefördert wird und das Vorhaben den Zielen der Partnerschaft entspricht. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Im Jahr 2020 umfasst der Aktions- und Initiativfonds 55.000 €. Weitere Informationen sowie Antragsformulare sind bei der Fach- und Koordinierungsstelle erhältlich. In der Rubrik Antragsstellung erfahren Sie zudem, wie Gelder aus dem Aktions- und Initiativfonds beantragt werden und wie das Verfahren abläuft. 

Hier erfahren Sie, wie und wann Sie Projektanträge an den Aktions- und Initiativfonds stellen können.

Demokratie Leben! - Ahlen - "Eine Idee vom Glück"! wwnwj

Wie Sie uns erreichen können:

Wir stehen für Fragen und Antworten zu
folgenden Sprechzeiten zur Verfügung:  

Fach- und Koordinierungsstelle
Justine Dziaduch:

Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 8:30 Uhr - 16:00 Uhr
Mittwoch: 8:30 Uhr - 12:00 Uhr
E-Mail: dziaduchj@stadt.ahlen.de
Tel.: 02382/59765





 

Federführendes Amt
Christiane Heuser:

Montag, Dienstag, Donnerstag: 8:30 Uhr - 16:00 Uhr
E-Mail: heuserc@stadt-ahlen.de
Tel.: 02382/ 59 305

 






   

   

Rechtliches