2017

Geförderte Projekte aus dem Aktions- und Initiativfonds und dem Jugendfonds 2017

 

Aktions- und Initiativfonds:

 

 Reli-Rallye – die interreligiöse und interkulturelle Stadttour für Schulen

(Jugendecke Nord Ahlen im Kirchenkreis Hamm)

Die Reli-Rallye geht von den unterschiedlichen Religionszugehörigkeiten von Jugendlichen aus, die oftmals untereinander wenig bekannt und kommuniziert werden. In dem Besuch der Hammer Religionsstätten Hindu-Tempel Hamm-Uentrop, einer Moschee und der Jugendkirche sollten die verschiedenen Religionen in der Umgebung Ahlens vorgestellt werden. Gleichzeitig wurden durch die Begehung des Ortes und die Begegnung mit den Gläubigen Hintergründe vermittelt, die über eine Auseinandersetzung im Klassenraum hinausgingen. In der Aufarbeitung der gesammelten Eindrücke und der gemeinsamen Auswertung wurde nicht nur interkulturelle Kompetenz ausgebaut, sondern auch das eigene religiöse Profil reflektiert, um es in einem demokratischen Miteinander zu fördern, weiterzuentwickeln und zu festigen.


Starke Frauen – starke Demokratie

(Familienbildungsstätte Ahlen in Kooperation mit dem Internationalen Frauenfrühstück Ahlen)

Anders Sein aushalten. Seine Meinungen äußern. Sich nicht nur Vorrednern anschließen, auch wenn man damit von der herrschenden Meinung abweicht. Andere Ansichten zulassen. Fair erwidern. Nicht die eigene Meinung mit allen Mitteln durchsetzen wollen. Sich trauen mitzureden. Unsicherheiten beheben durch Faktencheck. Für den Fall der Fälle, sich auch körperlich verteidigen und wehren können. Das Projekt bestand aus fünf Bausteinen: Gewaltfreie Kommunikation, Umgang mit Kritik, Mediation bei Konflikten, mitreden können im aktuellen Tagesgeschehen, Stammtisch contra Parolen, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Es wendete sich vorwiegend an die Teilnehmerinnen des Internationalen Frauenfrühstücks.


Schärfen des Bewusstseins für Demokratie: Begegnung mit einem Zeitzeugen zur Geschichte der DDR und zur deutsch-deutschen Politik

(Fritz-Winter-Gesamtschule)

Zentrales Anliegen ist die Schärfung des Bewusstseins für Demokratie, die Sensibilisierung für Werte des demokratischen Miteinanders gewesen. Die Auseinandersetzung mit der politischen Vergangenheit der DDR, dem Staatsapparat und der Vorgehensweise gegen die Bevölkerung sollte in diesem Projekt durch Vorträge, Informationsveranstaltungen und Gesprächsrunden mit dem Zeitzeugen und Referenten Thomas Lukow gefördert werden. Themen hierbei sind Kindheit und Jugend in der DDR – sozialistische Erziehung und Opposition – die Mauer durch Deutschland und Berlin – vom Aufbau bis zum Zusammenbruch – die DDR in Karikatur und Witz, vier Jahrzehnte satirisch aufgearbeitet – das Ministerium für Staatssicherheit, der Repressionsapparat der SED und seine Methoden gewesen. Die Jugendlichen sollten anhand des geschichtlichen Rückblicks ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie wichtig Menschenrechte, Menschenwürde, Grundrechte und Gewaltenteilung für eine funktionierende Demokratie sind.


 Demokratie durch Föderalismus – Die Bedeutung NRWs für die Demokratie

(Arbeiterwohlfahrt UB Hamm – Warendorf)

Die Teilnehmenden sollten die Bedeutung der Landtagswahlen vom 14. Mai für NRW und die Bundesrepublik durch eine Bildungsfahrt nach Düsseldorf erkennen. Sie sollten durch die Geschichte das System des Föderalismus in Deutschland verstehen und somit die demokratische Funktion erkennen und schätzen lernen. Gleichzeitig lernten sie die Geschichte des Landes NRW kennen, entwickelten Interesse für seine Politik und identifizierten sich mit ihm. Durch den Besuch einer Ausstellung wurde zudem das Interesse an der Tätigkeit des Landtages und an der Bedeutung dieser Arbeit für die parlamentarischen Institutionen (Bundesrat) geweckt. Folgende Bausteine wurden in Düsseldorf verwirklicht: Führung im Haus der Parlamentsgeschichte; Besichtigung des Parlamentsgebäudes. Zielgruppe sind Menschen mit und ohne Migrationshintergrund aus Ahlen gewesen.


 Faces and Places – eine filmische Videoinstallation in Farbe und mit Ton als Ausstellung

(Die Zweite Seite gGmbH und Ahlener Kooperationspartner)

50 Einwohner der Stadt aus allen sozialen Milieus und mit verschiedenen kulturellen Hintergründen wurden porträtiert. Jede/r ProtagonistIn war 12 Sekunden im Bild zu sehen, hinzu kam ein bewegtes Bild des Lieblingsortes in der Stadt. In einem Interview entschieden sie sich für drei soziale Rollen, mit denen sie sich identifizierten. Schließlich beantwortete jede/r Teilnehmende die Frage: Wenn du dir etwas wünschen dürftest, das zu schön wäre, um wahr zu sein, was wäre das? Die geschnittenen Tonaufnahmen wurden dem Film untergelegt. Die Wünsche konnten eine private, politische oder gesellschaftliche Dimension haben, verfassungsfeindliche Inhalte und Menschenrechtsverletzungen waren tabu! Die Videoaustellung war im Zeitraum von Dezember bis März auf der Sitzungsetage zu sehen. Weitere Ausstellungsorte sind für 2018 und 2019 geplant.

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Bilder von der Eröffnung der Ausstellung am 12.12.2017


 Mut und Wut – Demokratieerziehung im Lunch Club

(Lunch Club und Partner aus der Ahlener Schul- und Bildungslandschaft)

In der Zeit von September bis November 2017 fand die Reihe Demokratieerziehung im „Lunch Club – Das Restaurant für Kids“ unter dem Motto: „Mut und Wut“ statt. Zu diesem Thema arbeiteten Theaterpädagogen mit einer jüngeren Kindergruppe und einer Jungengruppe jeweils einen Samstagnachmittag spielerisch, eine Wen Do Trainerin bot Szudem elbstbehauptung für Mädchen an und die Ehrenamtlichen wurden zum Thema „Mobbing“ fortgebildet. Der Elternabend im Lunch Club zum Thema: „Mobbing, wie kann ich mein Kind unterstützen“ bildete den Abschluss des Projekts.


 Demokratie leben! in Kindertageseinrichtungen

(Arbeiterwohlfahrt UB Hamm-Warendorf)

Im pädagogischen Betrieb von Kindertageseinrichtungen wird gesellschaftlicher Stimmungswandel sichtbar. Kinder lehnen vermehrt den Kontakt zu Kindern aus anderen Kulturen ab, Eltern und Angehörige bekennen offen, die Förderung ihrer eigenen Kinder leide unter der Zuwanderung. Für die Mitarbeitenden in den KiTas stellt sich angesichts dessen die Frage, wie soll, darf, kann man sich verhalten, wenn der Auftrag zu demokratiebildender Arbeit im Elementarbereich sich an den Regeln von Grundgesetz, Gleichwertigkeitsgeboten und Menschenrechten orientiert. Wie kann eine KiTa sich gesellschaftlichen Erosionsprozessen demokratischer Überzeugungen entgegenstellen. Haltung zeigen, Grenzen ziehen, Kinder bestmöglich fördern – an diesem Postulat orientiert sich das jahresübergreifende Projekt, das aus drei Handlungsschritten besteht: Sensibilisierung der Kita und ihren Mitarbeitenden für ein Engagement für Demokratie, Menschrechte und Teilhabe; deutliches Zeichen setzten in der Erziehung zu Demokratie und Menschenrechten; gemeinsame Verabredung zu Demokratiebildung und Demokratiehaltung mündet in eine „Ahlener Erklärung“. Das Projekt ist ein zentraler Baustein der Partnerschaft für Demokratie und geht bis Ende 2019.


„In welcher Gesellschaft wollen wir leben?“ – Ausstellungen, Mitmachaktionen, Diskussionen

(Innosozial GgmbH)

Die unterschiedlichen Zuwandererkulturen und Deutschstämmige werden als Zielgruppe angesprochen, um vorhandene Konflikte, die sich in „Vorrechten, Missgunst und Ablehnung“ zeigen, öffentlich zu machen und zu bearbeiten. Dabei ging es nicht nur um Vorbehalte bei Deutschen, sondern auch bei Russlanddeutschen, Türkeistämmigen gegen Flüchtlinge, weil diesen – tatsächlich oder vermeintlich – mehr Unterstützung zuteilwird, z.B. in Sprachkursen und bei der Wohnungssuche. Einige Gruppen erfahren eine mangelnde Wertschätzung ihrer zum Aufbau des Landes erbrachten Leistungen, durch das Vorenthalten des Wahlrechts. Bausteine des Projekts ist unter anderem die entstandende Ausstellung gewesen, in der die Aussagen von BesucherInnen des Kulturfestes Ahlen zeigt Flasse über ihr Verständnis über Demokratie und Integation in einer visuellen Form an verschiedenen Orten in Ahlen dargestellt wurden.


Kulturfest des Städtischen Gymnasiums am 7.7.17 – Wir feiern Vielfalt!

(Städtisches Gymnasium Ahlen)

Das Städtische Gymnasium verfügt über eine heterogene und multikulturell geprägte Schülerschaft und nimmt als solche bereits an Projekten wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und „Schule der Vielfalt“ teil und erhielt eine Auszeichnung als Weltethos-Schule. Ziel des Kulturfestes ist es zum einen gewesen, sich der gemeinsamen Werte der Schulgemeinschaft bewusst zu werden, und zum anderen, alle Klassen und Jahrgangsstufen in die Planung einzubinden. Nicht nur das Kulturfest selbst, auch der Planungsprozess trug durch die partizipative Gestaltung zum Austausch unterschiedlicher Kulturen und zur Stärkung demokratischer Werte bei. Jede Klasse hatte einen Stand zur Verfügung, an dem eigene Weltethos-Projekte vorgestellt oder Speisen aus den unterschiedlichen Kulturkreisen einer Klassengemeinschaft angeboten wurden. Des Weiteren präsentierte eine Bühne lokale Bands und Kulturbeiträge der Schulgemeinschaft und Kooperationspartner.


 

 Jugendforum:

"Bin ich Rechts" - Ein interaktives Klassenzimmertheaterstück zur politischen Bildung

(Vier.D e.V., Verein zur Förderung der darstellenden Künste)

Das Klassenzimmerstück „Bin ich rechts?“ fragt danach, wie politische Haltung und politische Lager entstehen. Das Stück erzählt über die politische Uneindeutigkeit im bunten Parteienspektrum der Bundesrepublik Deutschland. Die Aufführungen mit zwei Theaterpädagogen sind so angelegt, dass sie in einer politischen Wertediskussion enden, die den Schülerinnen und Schülern helfen soll, die eigenen politischen Haltungen zuzuordnen. Das Theaterstück wird vor- und nachbereitet, sodass eine erfolgreiche Auseinandersetzung mit der eigenen politischen Haltung gewährleistet ist. Die Aufführungen finden in der Fritz-Winter Gesamtschule in Ahlen mit den neuten Klassen statt.

Zusätzlich ist eine Begleitmappe zu dem Theaterstück konzipiert worden, die für LehrerInnen verschiedener Schulen zur Verfügung gestellt wurde. Dies ermöglichte auch ohne die Theaterpädagen eine Auseinandersetzung für die SchülerInnen zum Thema politische Bildung.


Spray X - Graffiti für die Demokratie

(Sekundarschule Ahlen)

Interessierte SchülerInnen der Sekundarschule konnten sich 2017 kurz vor den Weihnachtsferien mithilfe des Mediums Graffiti mit dem Thema Demokratie auseinandersetzen. In einem zweitätgigen Wokshop durchgeführt von der RAPschool wurde zunächst am ersten Tag gemeinsam darüber gesprochen, was die Demorkratie ist und was sie den Menschen ermöglicht. Darüber hinaus wurde versucht, diese Bedeutung künstlerisch darzustellen. Am zweiten Tag ging es dann an die Spraydose und die Motive wurden an eine Wand in der Schule gesprayt, wo diese auch für die anderen SchülerInnen zu sehen sind.  

 

Demokratie Leben! - Ahlen - "Eine Idee vom Glück"! wwnwj

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